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Sommertour der Fitnessradler

Endlich mal wieder eine längere Tour durch die schöne norddeutsche Natur! Die Fitnessradler des TSV Germania Cadenberge unternahmen am 9./10. Juli ihre jährlich stattfindende zweitägige Ausfahrt. Ziel war Zarrenthin am beschaulichen Schaalsee in Mecklenburg-Vorpommern.
Nach der Anreise mit der Bahn ging es vom Hamburger Hauptbahnhof mit Tourenrädern los.
Der Radweg entlang der Flutschutzmauer bot einen einzigartigen Ausblick über Elbe und Hafencity. Der Elbradweg verläuft auf Hamburger Gebiet parallel zum Elbufer und quert auf einer alten Bahntrasse die Vier- und Marschlande. Das Stauwerk Geesthacht markiert das Ende des tideabhängigen Elbabschnitts. Der durchgänge Rückenwind stärkte die gute Laune und ermöglichte unbeschwertes Radeln und gutes Vorankommen. Gäbe es in der Gruppe notorische Meckerer, so hätten sie Pech gehabt: Es gab nichts zu meckern.
Gegen Mittag wurde in Tesperhude mit schönem Elbblick gerastet. Trotz Rückenwind und idealer Bedingungen war bei den üblichen Verdächtigen der Durst schon erstaunlich groß.
Ab hier verlief die Strecke in östlicher Richtung. Zunächst musste der Geesthang erklommen werden. Die Bergwertung ergab ein differenziertes Leistungsgefälle. Aber die Ausreißergruppe errang keinen großen Vorteil, denn sie musste im Gegensatz zur Tour de France auf die anderen warten. So ist das bei den Fitnessradlern: Das Feld bleibt geschlossen und die Leistungsstärkeren ermöglichen anderen das Fahren im Windschatten. Niemand erringt ein gelbes oder grünes Trikot, sondern alle tragen das blau-weiße von Germania.
Bei Büchen wurde die alte Grenze zwar überquert aber nicht gesichtet, denn die Natur hat zusammenwachsen lassen, was zusammengehört.
Es ist zwar niemand bei der Feuerwehr, aber gelöscht wurde trotzdem, und zwar der Durst nach dem Erreichen von Zarrenthin. Der Biergarten bei der Hütte am See befriedigte alle Bedürfnisse. Fragt jemand nach Kilometern und Durchschnittsgeschwindigkeiten, so gibt es folgende Antwort: Beim Fitnessradeln geht es vorwiegend um Ausdauer und sinnvolle Blutdruckwerte, um schöne Landschaftseindrücke und unbeschwerten Spaß - um körperliche und geistige Fitness eben.
Lothar der Logistiker hatte gute Arbeit geleistet, den das Nachtquartier war gut gewählt. Besonders die anhängende urige Kneipe ermöglichte nach der schweißtreibenden Beinarbeit des Tages einen ansprechenden Ausgleich des Flüssigkeitsverlustes.
Am nächsten Tag ging es zurück Richtung Hamburg. Der Rückenwind des Vortages blieb den Entgegenkommenden vorbehalten. Pustekuchen. Doch gegen die Energie des ausgiebigen Frühstücks hatte auch der Gegenwind keine Chance. Die waldreiche Strecke führte durch ehemaliges Grenzgebiet und den Sachsenwald. Nennenswerte Pannen wurden nicht verzeichnet. Es war immer genug Luft unter der Felge. In einem Hamburger Café klang die Tour bei Kaffee und Kuchen aus.
Danach wieder der Versuch, mit der Bahn pünktlich Cadenberge zu erreichen. Aber das ist eine andere Geschichte.